Als 11-Jähriger wurde Simon Gronowski in einen Deportationszug nach Auschwitz gepfercht. Der Transport wurde von drei jungen belgischen Widerstandskämpfern gestoppt, über 200 Gefangenen gelang die Flucht. Den drei Belgiern verdanken er und wir sein Überleben. Das Konzert mit Gronowski und Buster & the Swing im Museum Ludwig eröffnet die Ausstellung „Open Memory“ auf dem Heinrich-Böll-Platz mit 1551 Porträts von deportierten und ermordeten Juden und Roma. Die Kölner Initiative „Die Bahn erinnern“ will damit auch die Verstrickung der Reichsbahn in die Vernichtungsmaschinerie der Nazis ins Gedächtnis rufen. Eine beklemmende Begegnung. Auch die Vergangenheit ist Teil der Heimat.
Drei Ereignisse jähren sich im Mai 2010 in dem Zeitraum, in dem die Gedenkinstallation zu sehen sein wird: Das Ende des 2. Weltkrieges vor 65 Jahren, der Einfall der Nazis in Belgien am 10. Mai 1940 und zwischen dem 16. und 21.Mai desselben Jahres wurden über 1000 Roma aus Köln und dem Rheinland auf dem Gelände der Kölner Messe zusammen getrieben, um sie von dort in Konzentrations- und Vernichtungslager zu deportieren.
Eintritt frei