Schubert und Mahler in der Bearbeitung durch zwei Schönberg- Schüler. Kammermusikalische Verdichtung und orchestrale Weitung, beides mit dem Ziel einer Konzentration des musikalischen Materials auf sein Wiener Lokalkolorit. Erwin Steins Ensembleversion von Mahlers 4. Sinfonie, 1921 aus aufführungspraktischen Zwängen entstanden, klingt keineswegs ausgedünnt, schärft vielmehr polyphone Konturen und öffnet die Durchsicht auf die ironischen Untertöne des Werks. Auch Anton Webern suchte bei der Instrumentierung von Schuberts erst 1931 wiederentdeckten Deutschen Tänzen nach der »möglichsten Klarlegung des Gedankens und Zusammenhangs« und stieß dabei in den Klavierpartituren auf »liebe, zarte, schöne Gedanken«.
Hendrickje van Kerckhove SopranIm Radio: live, WDR 3 Konzert
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