Nach Abschluss seiner „Russischen Trilogie“ und einer längeren Pause kehrt der in Köln lebende Pianist und Komponist Simon Nabatov zu seiner Vorlieben zurück, nach Verknüpfungen zwischen russischer Literatur und seiner eigenen Musikwelt zu forschen. In seinem neuen Projekt geht es dem gebürtigen Moskauer mit amerikanischen Pass um den russischen Futurismus der 1910er-Jahre, als sich russische Schriftsteller wie Velimir Khlebnikov, Vasily Kamensky, David Burlyuk und Vladimir Mayakovsky zur Literaturgruppe „Gileya“ zusammenschlossen. Mit seinem Ensemble Futurrr mit dem holländischen Vokalartisten Jaap Blonk, dem mittlerweile in Berlin lebenden Holzbläser Frank Gratkowski, dem Elektro-Musiker Marcus Schmickler und dem amerikanischen Drummer Gerry Hemingway greift Nabatov die radikalen Ideen dieser literarischen Avantgarde auf und verarbeitet sie aus heutiger Perspektive musikalisch als „Gileya Revisited“.
Simon Nabatov's Ensemble FuturrrrKonzert ohne Pause, Ende gegen 22 Uhr
€
8,–