Hanns Eisler, österreichischer Staatsbürger jüdischer Abstammung, Schönberg-Schüler und Agitprop-Pionier. Ein Künstler von außergewöhnlichem Witz, Talent und Intellekt, vor dem Nazi- Terror in die USA emigriert, dort 1948 vor dem gefürchteten McCarthy-Tribunal wegen „unamerikanischer Umtriebe“ ausgewiesen. Avantgardist und Klassenkämpfer, Komponist von Arbeiterliedern und Hollywood- Soundtracks, von Zwölftonmusik und DDR-Hymne. Von der Ost- Berliner Kulturbürokratie schikaniert, vom Westen ignoriert. All die divergierenden Stile und Genres seines Musikerlebens, dazu die persönlichen und globalen Turbulenzen eines halben Jahrhunderts bringt Eisler zu einer überwältigenden musikalischen Synthese: eine Deutsche Sinfonie.
Katrin Stösel SopranWDR 3 Mitschnitt
Sendetermin wird später bekannt gegeben
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