»Die Wunde Heine« betitelte Theodor W. Adorno 1956 einen kritischen Rundfunkessay, eine Metapher für das schwierige Verhältnis des Dichters zu … ja, wozu eigentlich? Zum Vaterland? Zur Heimat? Zu gottgewollter Obrigkeit und nationaler Identität? Nein, zur Sprache, die Adorno anbiedernd fand in ihrer »Geläufigkeit und Selbstverständlichkeit«. Heine, der journalistische Dichter und dichtende Kolumnist, den die Deutschen nur widerstrebend aufnehmen wollten in den Olymp ihrer Literaten, dazu Kurt Weill, der feinsinnige, intellektuelle Tonsetzer, der sein Talent mit Musicals und Pop- Songs entweihte: eine Standortbestimmung der Kunst diesseits des Elfenbeinturms. Populistisch, parteiisch, multimedial. Helmut Oehring stellt die Verbindung zwischen Heine, Brecht und Weill her, sein Werk ist die Antwort auf das Songspiel von Weill.
Jörg Wilkendorf E-Gitarre, Gesang/Sprecher (Harry)Eine Produktion des Ensemble Modern in Koproduktion mit der Oper Frankfurt,
dem Kurt Weill Fest Dessau | Anhaltisches Theater Dessau und der MusikTriennale Köln
Eine Auftragskomposition von Ensemble Modern (mit freundlicher Unterstützung der Aventis Foundation und der Deutsche Bank Stiftung), Oper Frankfurt, Kurt Weill Fest Dessau und MusikTriennale Köln
€
25,–