Das Fremde erscheint immer als das eigentlich Andere, Erschrekkende, Ungezähmte. Im Umgang mit fremden Kulturen hat es sich das Abendland oft leicht gemacht und auf sein angebliches Kulturprimat gepocht, so dass aus dem ursprünglich furchterregenden Fremden schließlich Verniedlichung, Domestizierung oder oberflächlicher Exotismus wurde. Es geht aber auch anders!
»Heimat in der Ferne« zeigt verschiedene Annäherungen dreier Kulturen zueinander in gegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz. Dabei wird die japanische Kultur durch eine Koto vertreten, die arabische durch eine Blockflöte und die europäische durch den WDR Rundfunkchor. In jeder rechnerisch denkbaren Form musizieren diese drei miteinander und sprechen unter anderem mit zwei Uraufführungen die Einladung aus, mitzukommen in die jeweilige Heimat in der Ferne.
Im Radio: Fr, 14. Mai 2010, 20:05, WDR 3 Konzert
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