MusikTriennale Köln

Die Tötung eines Adlers ist Inhalt von Wolfgang Rihms 2005 uraufgeführtem Monodrama „Das Gehege“. Eine Szene, von aktuellen politischen Bezügen durchsetzt, aber im Kern von mythologischer Tiefe. Ein Spiel mit der Archaik, das auch Harrison Birtwistle im Sinn hat, wenn er in „Earth Dances“ die Kräfte der Natur beschwört. Der Brite legt Klangschichten übereinander wie geologische Formationen, die in seismischen Bewegungen aneinander reiben, sich auftürmen und in eruptiven Ausbrüchen entladen. Ein wildes orchestrales Gebärden zwischen Klangmassiven à la Varèse und Strawinskys in Trance versetzenden Rhythmen aus „Le Sacre du printemps“. Riten der Heimat, Heimat der Riten, der Kreis schließt sich, der Programmkanon kehrt in sich zurück.

Nancy Gustafson Sopran

Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz Dirigent

Wolfgang Rihm
Das Gehege (2004/05)
Eine nächtliche Szene für Sopran und Orchester

Pause

Harrison Birtwistle
Earth Dances (1985/86)
für Orchester

TV-Mitschnitt
Sendetermin wird später bekannt gegeben




Preise

€ 9,–  13,–  15,–  20,–  23,–  30,– 
€ 20,– Chorempore (Z)