"… weil darin das Nur-Persönliche, das doch schon die Überhöhung einer zum Gipfel geführten Tradition gewesen sei, sich noch einmal selbst überwachse, indem es ins Mythische, Kollektive groß und geisterhaft eintrete", so lässt Thomas Mann im »Dr. Faustus« den schrulligen Musiklehrer Wendell Kretzschmar die hohe Güte später Werke begründen. Hohles Pathos oder blanke Ironie? Für Beethoven und Schostakowitsch stand das Spätwerk unter dem Eindruck gravierender gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Und doch erlangten beide in ihrer letzten Schaffensphase einen höchsten Grad an Reife und Vollkommenheit, der weit über die eigene Lebenszeit ausstrahlte.
Mahler Chamber OrchestraTV-Mitschnitt
Sendung: So, 15.08.2010, 11:00 Uhr WDR Fernsehen
Im Radio: Mi, 28. April 2010, 20:05, WDR 3 Konzert
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